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Grau ist die Karibik an der KIeler Förde

Grau

Grau ist vielen Menschen unangenehm. Grau gilt als langweilig, bürokratisch, alt und langweilig. Ein grauer Himmel kündigt meist Regen an. Als ich gerade einige Tage bei überwiegend bedecktem Himmel und gelegentlichem Regen in Kiel verbrachte, entdeckte ich ganz neue Dimensionen der Farbe Grau. Seichtes Blau, tiefes Grau Wie heute vielerorts üblich, versuchen auch die Gastronomen an der Kieler Förde mithilfe von Palmen eine Art Karibikflair zu erzeugen. Das übliche Karibikbild lebt von türkisblauem Himmel, kräftig leuchtendem vegetativem Grün, bunt gekleideten…

Bäuerliche Landwirtschaft - das Rind war schon früh dabei

Bäuerliche Landwirtschaft

Bäuerliche Landwirtschaft stand am Anfang der Entwicklung der westlichen Kultur und Zivilisation. Sie begann mit dem Übergang von den Jäger- und Sammlerkulturen zur sesshaften Lebensweise mit Ackerbau und Viehhaltung. Das Wort Kultur geht auf das lateinische colere zurück, bestellen, bearbeiten, bebauen, und bezieht sich auf den Ackerbau. Traditioneller Ackerbau mit all seinen Spielarten ist nicht nur die begriffliche Grundlage jeder erweiterten Form von Kultur.  Retortenfraß statt bäuerlicher Landwirtschaft Recht früh dabei war auch das Rind. Es diente nicht nur als…

Nebel an der Ems - und ein ganz besonderes Nebelhorn

Nebelhorn

Nebelhorn – ein vertrauter Klang aus Kindertagen, die ich an der Ostsee verbrachte. Weithin war an nebligen Tagen über die Neustädter Bucht das Tuten der Nebelhörner zu hören. Man fährt als Schiffsführer dann nicht auf Sicht, sondern nach Gehör. Selbst in Zeiten des Radars hat sich das Nebelhorn erhalten. Wahrscheinlich, weil nicht alle Schiffe über ein Radar verfügen. Wohltuend verhüllender Nebel Heute früh war ich noch vor dem Frühstück wieder mal an der Ems bei Gimbte unterwegs, fernab also der…

Shiva Lingam

Shiva Lingam und die Sprache der Steine

  Shiva Lingam: Unter diesem Namen werden seit einiger Zeit mehr oder minder phallusartig geformte Kiesel vermarktet, die aus dem Flussbett des Narmada-Flusses in Zentralindien stammen und auch nur dort vorkommen. Shiva Lingam: Penis oder nicht? Shiva Lingam ist ein längst auch im Westen gefragtes Accessoire esoterisch inspirierter Menschen. Diese Steine symbolisieren die schöpferische, erhaltende aber auch zerstörerische Kraft des Gottes Shiva. Als Symbol der Schöpferkraft und Fruchtbarkeit wird der Stein – dies aber wohl vor allem in der westlichen…

Blüte des Fingerhuts

Fingerhut und Tigerlilie 

Fingerhut und Tigerlilie: Auch sie sprechen zu uns, so wir denn gewillt sind, ihnen zuzuhören. Fingerhut Der Fingerhut, in der überlieferten Volksheilkunde verabreicht bei Herzschwäche, ist eine Pflanze von mächtiger Gestalt. Ihr Wuchs ist kraftvoll, mühelos und in nur kurzer Zeit erreicht der Fingerhut Wuchshöhen von anderthalb Metern. Auf Waldlichtungen leuchten die rot- bis purpurfarbenen Blüten schon von weit her. Begegnet man der Pflanze in der Morgen- oder Abenddämmerung, ist die Wirkung noch stärker. Die Pflanze scheint einer magischen Welt,…

Sprache der Natur: Heraufziehendes Gewölk kündet ein Unwetter an

Die Sprache der Natur

  Nicht nur der Mensch spricht – es gibt auch eine Sprache der Natur. Diese Sprache teilt sich allerdings nicht jedem mit. Was heißt überhaupt „Natur“? Natur, das ist die Gesamtheit des Lebens um uns herum. Man hat sich angewöhnt, den Menschen der Natur entgegenzusetzen, als wäre er kein Teil von ihr: Hier ich, der Mensch, dort die Natur. Natur, das ist Landschaft, das sind Wolken, Wind und Wetter, Tiere, Pflanzen, Steine, Meere, Wüsten, Wälder. Alles, was nicht vom Menschen…

Blühender Apfelbaum

Einen Frühlingstag teilen

Wer etwas mit jemandem teilen möchte, schickt heute meist irgendwelche Links durch die Gegend. Eine ganz andere Art des Teilens findet statt, wenn ich mit wachen Sinnen an einem Frühlingstag durch die Natur streife. Ich sehe die filigran gestalteten Blüten des Apfelbaums, nehme ihren Duft wahr, höre die Bienen summen. Ich spüre die wärmenden Strahlen der Sonne, höre die Vögel, rieche das frische Gras und sehe den blauen Himmel. In der Ferne einer Kinderlachen. Da teilt sich die Fülle einer…

Kugel aus Landschaftsjaspis im Astloch: kein Deisgn, sondern Leben

Design im Alltag: Es will was sein und ist oft nur nichts

Es kommt gewollt ästhetisch daher, es will etwas ausdrücken, es ist fast immer trendy, es kostet meist nur wenig – eine wahre Flut mehr oder weniger inspirierter Design- und Deko-Stücke begehrt Einlass in unsere Häuser und Wohnungen und buhlt um Aufmerksamkeit. Vom Aufmerksamkeitsfänger zum Staubfänger Die meisten dieser Stücke sind dazu da, toll gefunden zu werden. Man hängt das neu erworbene Schaustück an die Wand, stellt es ins Regal, führt es Freunden vor. Bald schon tritt der Abnutzungseffekt ein. Das…

Unwetter zieht herauf

Da braut sich was zusammen

Da braut sich was zusammen: Die Redensart meint zum einen das Unwetter als Naturphänomen – ein Gewitter zieht heran, erste Sturmböen fegen über Land und Wasser, Hagelwolken werden ihre zerstörerische Fracht bald über Feld und Flur und Parkplätzen entladen. Zum anderen bezieht sich die Redensart auf Ereignisse im wirtschaftlichen oder im politischen Raum – treten mehrere Vorzeichen oder Anzeichen einer katastrophalen Entwicklung zeitgleich ein, ist die Stunde der Auguren gekommen. Da braut sich was zusammen? Niemand hört auf die Kassandrarufe!…

Geist und Gehirn          

Unser Bild vom Denken ist seit langem ein mechanistisches. Das Gehirn ist eine unter einem Knochengewölbe platzierte Ansammlung organischen Gewebes, in dem Botenstoffe und Nervenreize Aktionen auslösen. Neuronale Feuerwerke entstehen dann, wenn die Aktivität hoch ist. Mangelt es an Aktivität, passiert nichts. Wenn zu wenig passiert oder das Falsche, gibt es den berühmten Schalter in unserem Hirn, den wir einfach umlegen können. Was aber nicht funktionieren kann, weil es einen solchen Schalter im Gehirn nicht gibt. Da unser Bild vom…