Kurzes Nachdenken über das Behagen und seine Grenzen
Ein Anblick tierischen Behagens, das sofort auf mich als Betrachter übergeht: Eine Katze in der Spätsommersonne, ein Ausdruck vollkommener Entspannung und tiefen Ich-sich-Ruhens. Nicht mehr lange, dann kommen der erste Bodenfrost, Nebeltage, regenreicher Westwind, Graupelschauer. Die Katze sucht sich dann andere Orte: Auf dem Sofa oder am Kaminfeuer. Das Behagen bleibt. Dem Menschen ist diese tiefe Gelassenheit nicht gegeben. Und kommt er diesem Zustand doch einmal nahe, wird er bald wieder aufgescheucht – Unbehagen statt Behagen, Unruhe statt Ruhe ist…