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Sprache und Luft

Sprache und Luft

Sprache und Luft? Wie könnte da der elementare Zusammenhang sein? Geht es um eine leichte, luftige Sprache? Luft ist das Element, das trägt und weiterträgt. Geht es also um Mitteilung? Luft ist vor allem das unsichtbare Element. Das unsichtbare Element Etwas aus der Luft greifen heißt: Es aus dem Nichts greifen. Das Nichts enthält auch nichts, folglich ist das aus der Luft Gegriffene auch nur ein Nichts. Die Luft nimmt man nur wahr durch das, was durch sie bewegt wird,…

Sprache und Erde

Sprache und Erde

Sprache und Erde haben (wie Sprache und Wasser, Sprache und Luft sowie Sprache und Feuer) vielfältige innere Bezüge. Dabei mag man zunächst Sprache und Heimaterde denken, an verwurzelte Sprache, an einen mehr oder wenig befremdlich klingenden Dialekt. Doch das, was Sprache und Erde verbindet, ist die Tendenz zur Verfestigung. Das Feste Wie Erde in der Verdichtung als Gebirge oder Gebäude zur festen Form neigt, so bringt auch Sprache feste Formen hervor: Worte und Sätze, die bleiben, Gedichte, Lieder, Gesetzestexte, Verträge,…

Sprache und Feuer - erhllend ist beides

Sprache und Feuer

Die Sonne ist der Inbegriff des Feuers, wärmend und erhellend. Wie die Sprache dem Wasser gleicht, so gleicht sie auch dem Feuer. „Sprache und Feuer“ ist der zweite Kurztext einer vierteiligen elementaren Betrachtung der Sprache. Das erhellende Element Ohne das Licht spendende Himmelsfeuer wäre Leben kaum möglich. Mehr noch: Wir würden das Leben noch nicht einmal erkennen können. Bei Platon ist die Sonne das Symbol der Idee des Guten. Das Gute ist nicht moralisch zu verstehen, sondern als das Tauglichmachende…

Der Fisch stinkt vom Kopf her

Der Fisch stinkt zuerst vom Kopf her  

Der Fisch stinkt vom Kopf her – das sagt man so, weil die Kiemen eines toten Fisches schneller von Bakterien erreicht und zersetzt werden als der Rest und folglich auch eher zu stinken beginnen. Tatsächlich gemeint ist damit jedoch eine unfähige, Schaden anrichtende Staats- oder Unternehmensführung. In Deutschland stinkt es von Tag zu Tag immer mehr. Deutschland ist ein toter Fisch. Der Fisch an Land Dass Deutschland heute ein toter Fisch ist, liegt ohne Zweifel daran, dass dieses Land sich…

Die Korrektren ahnen nicht einmal, dass das Leben keine Norm ist

Die Korrekten

Die Korrekten – man könnte sie auch die Angepassten nennen, die Pflichterfüller, die Braven, die Loyalen oder auch die Gedankenlosen – sind nicht so harmlos, wie sie uns glauben machen wollen. Die Korrekten machen im Eifer ihrer Pflichterfüllung das Böse auch schon mal zu etwas Banalem, wie Hannah Arendt eindrucksvoll beschrieben hat. Oder wie Ernst Jünger solche Charaktere einmal umriss: Heute locht er einem die Fahrkarte, morgen den Hinterkopf. Gut, Fahrkarten werden heute nicht mehr gelocht. Aber der moralische Automatismus…

Verschwenderische Blütenpracht: Hibiskus

Geiz und Verschwendung im außerökonomischen Sinne

Geiz und Verschwendung lassen sich nicht nur wirtschaftlich deuten. Es gibt den existenziellen Geiz, der selbst an freundlichen Gesten spart, wie es auch die existenzielle Verschwendung gibt. Im Gegensatz zur ökonomischen Verschwendung wollen wir die existenzielle Verschwendung ähnlich der Blütenpracht ausschließlich positiv sehen. Geiz und Verschwendung existenziell Es gibt diese Naturen, denen kaum ein freundliches Wort über die Lippen kommt, die niemals mit etwas aushelfen würden ohne Aussicht auf Erstattung, die auch bei der geringsten ihrer Handlungen stets auf den…

Empathie, ein zweischneidiges Schwert

Empathie – gut oder böse?           

Ist Empathie gut oder böse? Auf jeden Fall ist Empathie eine Art Zauberwort oder Trumpfkarte in der Kommunikation: Beklage ich mangelnde Empathie meines Gegenübers und fordere von ihm mehr Empathie ein, punkte ich automatisch. Da mag die Position des anderen noch so stichhaltig, seine Motive mögen noch so lauter sein – die Anklage, nicht empathisch genug zu sein, ist ein leicht zu handhabendes scharfes Schwert und wird entsprechend oft missbraucht. Empathie ist doch wünschenswert, oder? Der eigentliche Missbrauch des Begriffs…

Götter, Helden und Gedächtnis - und Odins Raben

Götter, Helden und Gedächtnis

Götter und Helden sind unter uns. Sie haben weder musealen Charakter noch leben sie in den Zerrbildern der Computerspiel- und Filmindustrie. Götter und Helden sind auch nicht irgendwo draußen im Universum, losgelöst von uns. Sie sind in uns. Die Götter und Helden der Mythen sind Gestalten unserer Seele. Gut zeigen lässt sich das auch Nebengestalten wie Odins Rabenpaar. Wir werden sehen, wie Götter, Helden und Gedächtnis so etwas wie Kunst überhaupt erst ermöglichen. Odins Raben Hugin und Munin, Gedanke und…

Graue Zellen im Gespräch

Graue Zellen

Graue Zellen – sie waren mir glatt entgangen, als ich hier unlängst ein paar Notizen zur Farbe Grau veröffentlichte. Die grauen Zellen im Gehirn sind eigentlich immer aktiv, sogar nachts. Reden zwei Menschen miteinander, sind sie besonders aktiv. Graue Zellen, vielgestaltiges Leben Ganz gleich, ob es ein philosophisches Gespräch ist, ob es um die Zutaten für das Abendessen geht oder Worte der Liebe gewechselt werden: Die grauen Zellen sind immer hochaktiv, neuronale Feuerwerke brennen ab – man erkennt es äußerlich…

Gendern in Texten

Besuch bei der Genderwehr

Unvergessen bleibt ein Spruch einer Werbeagentur, den ich vor vielen Jahren gehört habe: „Der Punkt symbolisiert das Internet.“ Der genaue Zusammenhang ist mir entfallen. Ich weiß nur noch, dass es sich um einen Halbsatz auf einer Webseite eines lokalen Bekleidungsgeschäftes handelte, der entgegen aller grammatikalischen Regeln am Ende einen Punkt trug. Obwohl dieser unscheinbare Punkt für alle unbedarften Leser wie ein normales Satzzeichen daher kam, umwehte ihn also ein Hauch der unendlichen Weite des Internets. Verstanden habe ich das schon…