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Zerstörungen

Am Morgen des 10. März 1945 sprengten deutsche Pioniere die Eisenbahnbrücke von Wesel (im Bild einer der noch heute zu besichtigenden Überreste) – ein letzter verzweifelter, gleichwohl sinnloser Versuch, die amerikanischen, kanadischen und englischen Truppen aufzuhalten. Solche Zerstörungen der Infrastruktur auf eigenem Staatsgebiet aus militärischen Gründen hat es schon immer gegeben: Dem Feind soll das Vorrücken erschwert werden.

Unsere derzeitige Regierung benötigt für ihr flächendeckendes Zerstörungswerk auf eigenem Terrain – zerstörerisch vor allem mit Blick auf Freiheitsrechte, Wirtschaft, Finanzen und Soziales – keinen Feind von außen und auch keinen Sprengstoff. Doch damit ist sie nicht allein.

In vielen westlichen  Ländern findet gerade Ähnliches und auf vergleichbare Weise statt wie bei uns: Eine massive, staatlich organisierte Zerstörungswut richtet sich gegen so ziemlich alles, was dem individuellen wie dem gemeinschaftlichen Leben Bestand und Halt gab und auch noch immer geben kann. Dass das Ganze unter dem Vorwand des Gesundheitsschutzes oder gar der Sicherung humanitärer Werte geschieht, macht die Sache besonders perfide. So erzeugt man keine Ruinen, so schafft man den Ruin.

Doch der Ruin kann niemals absolut sein: Es wird immer Menschen geben, die die innere Freiheit als den wahren Kern des Menschseins begreifen und ihn bewahren, indem sie auch weiterhin aus ihm heraus leben und so zum Vorbild für andere werden. Sie sind das wahre Salz der Erde, das wirkliche Licht der Welt. Überall wo die innere Freiheit noch existiert, wird das Zerstörungswerk scheitern.

 

Foto: Lutz Meyer

Lutz Meyer

Lutz Meyer ist Texter und Autor. Schwerpunktthemen sind Gesundheit, Bauen und Philosophie.

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