St. Martin und Weihnachten rücken näher – für Gänse beginnt jetzt eine…

Die einfachsten Gerichte sind die besten. Der Schweden-Klassiker Janssons Versuchung gehört für mich unbedingt dazu. Eine Auflaufform buttern, dabei zwei oder drei gepresste Knoblauchzehen in die Butter einarbeiten, angebratene, leicht karamellisierte Zwiebeln in die Form geben und pfeffern, Thymian und Sardellen auf den Zwiebeln verteilen, darüber in Stifte geschnittene rohe Kartoffeln schichten, etwas Salz und nochmals Pfeffer, das Ganze mit ordentlich Sahne übergießen und final mit Semmelbröseln bestreuen und so lange im Ofen garen, bis die Konsistenz cremig wird.
Salz kann sparsam verwendet werden, weil die Sardellen reichlich Salz als Mitgift liefern (Sardellen also auf keinen Fall wässern, das laugt sie aus und macht sie ungenießbar). Bei den Sardellen unbedingt auf erste Qualität achten.
Da Zwiebeln und Sardellen für empfindliches Gekröse eine durchaus explosive Mischung darstellen können, ist Thymian, obwohl es im Originalrezept nicht vorkommt, eine sinnvolle Beigabe. Das Kraut beugt etwaigen Flatulenzen wirksam vor. Davon abgesehen, schmeckt es einfach auch saulecker. Dazu passen ein extra herbes Pils und Aquavit.
Hier noch ein Blick in den Aufbau, bevor die Kartoffelschicht draufkommt. Man sieht, dass an den Sardellen nicht gespart wird.

Fotos: Lutz Meyer