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Eine Strelitzie im Botanischen Garten Münster. Man kennt die Strelitzia reginae auch unter Namen wie Paradiesvogel-, Papageien- oder Kranichblume. Diese namensgebenden Ähnlichkeiten könnte man leicht abtun als zufällig oder als Akt menschlicher Willkür in der Benennung, denn offensichtlich haben Pflanze und Vogel wissenschaftlich betrachtet nichts miteinander zu tun.

Die Formensprache verweist allerdings auf etwas anderes: Die Gestaltungskraft der Natur mag unendlich sein, dennoch erlaubt sie sich erheiternde Rückgriffe auf bereits bestehende Formen. Das sind keine Fehlgriffe, sondern verweist auf Verbindungen, die über das Wissenschaftliche hinaus- und bis auf tiefste Schichten des Ungesonderten hinabgehen.

Foto: Lutz Meyer

Lutz Meyer ist Philosoph und Autor. Sein wichtigstes Thema: die Lebenskunst. Mehr hierzu auf besser-mit-kunst.de Auch interessant: wort-und-bogen-de